Gerald Tomez


Das Maskenbild im internationalen Vergleich

Grob Zusammen gefasst umschließt das Aufgabengebiet des/der MaskenbildnerIn in Österreich, Deutschland und der Schweiz Makeup, Frisur, Perücken und Bärte sowie Special Effect Makeup. Alle Bereiche müssen beherrscht werden. Zusätzlich gehören Hygiene, gepflegtes Äusseres, perfekte Umgangsformen, Englisch in Wort und Schrift, Computer-/ Buchhalterische Kenntnisse sowie Einfühlungsvermögen, Kreativität und Diskretion zum Anforderungsprofil jedes Maskenbildners.

Man unterscheidet hierzulande:

  • Chef MaskenbildnerIn / 1. Maske
  • 2. MaskenbildnerIn / 2. Maske
  • Maskenbildner
  • Zusatz MaskenbildnerIn
  • Maskenbildner Assistenz
  • PraktikantIn

So sollte jede Position im  Vor- oder Nachspann des Filmes bezeichnet und genannt werden.

Eine Trennung in Hair Artist, Makeup Artist, Special Effect Makeup Artist, Wig Maker (wie in England, Frankreich, Italien, Spanien und den USA üblich) existiert hierzulande grundsätzlich nicht. Dennoch findet in Österreich immer häufiger eine Spezialisierung im Bereich Special Effect Makeup/Prosthetics statt. Auch wird oft die Perückenanfertigung ausgelagert.

International gesehen gehört das Applizieren von „Facial Hair“, also das Kleben von Bärten und Koteletten (allgemein von „Körperbehaarung“) ebenfalls zum Bereich des Makeup Artists und muss in allen bestehenden Techniken beherrscht werden. Vor allem das Legen „aus der Hand“ (Applikation Haar für Haar direkt auf der Haut, anschließendes Faconieren und Ondulieren am Gesicht).

Dies steht im Widerspruch zur hiesigen Auffassung des Anforderungsprofiles des neu geschaffenen freien Gewerbes „Makeup Artist“

Dieser Beruf unterliegt gewissen Mode-Erscheinungen und bringt eine Schwämme von neuen Kräften hervor, die sich leider nicht alle auf dem relativ kleinen Markt der Filmbranche durchsetzen können, vor allem da die Friseur und Perückenmacher-Kenntnisse fehlen und daher die Einsatzmöglichkeiten sehr gering sind.

Der erste Eindruck einer Figur geht über die Silhouette, d.h. über Kostüm und Frisur. Details wie das Makeup werden erst auf den zweiten Blick wahr genommen.Daher ist die Frisur auch so wichtig und kommt aber in der Ausbildung leider oft zu kurz.

Der Hair Artist kümmert sich im internationalen Raum ausschließlich um Frisur, Schnitt, Haarfarbe, Perücken, Haarteile, Zöpfe und Tressen für moderne, historische und Fantasy- Produktionen und das Hair Department ist eigenständig mit einem Head of Department besetzt. Ihm Untersteht der Wig Maker.

Über allen steht der Designer.

Die Department Aufteilung sieht wie folgt aus und ist wichtig für die Credits im Vor- oder Nachspann eines Filmes: 

  • Makeup Designer
  • Hair Designer
  • Special Effect Makeup Designer
  • Prosthetic Designer
  • Head of Department (HOD) Makeup oder Hair oder HOD Special Effect Makeup
  • Key Makeup Artist (2nd in Command)
  • Key Hair Artist (2nd in Command)
  • Makeup Artist Cast oder Extras
  • Hair Artist Cast oder Extras
  • Supervisor Makeup /Hair /Special Effect Makeup
  • Supervisor makeup /Hair Extras
  • Makeup oder Hair Assistant
  • Makeup oder Hair Trainee

Wir empfehlen allen Chef MaskenbildnerInnen die Credits für ihr Department an die Produktion als .pdf oder Email weiterzuleiten um die Richtigkeit der Angaben zu gewährleisten und ebenfalls die Crew-United und IMBD Einträge für das Team zu bearbeiten.

Bei IMBD ist zu beachten, dass der Eintrag "Makeup Artist" als Übersetzung für MaskenbildnerIn alleine nicht ausreicht, es muss gegebenenfalls noch mit "Hair Stylist" ergänzt werden oder gleich mit "Makeup & Hair Artist" eingetragen werden. 

Chef Maskenbildner sollten sich bei IMBD oder Crew United mit " HOD Makeup & Hair" oder "Makeup & Hair Designer" eintragen.

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