August 2019

Regina Breitfellner


Maskenbild im 2. Bildungsweg startet am WIFI!

Neben der klassischen, 3-jährigen Lehre zur MaskenbildnerIn gibt es in Österreich ab diesem Jahr auch die Möglichkeit einer Lehre im 2. Bildungsweg. Diese wendet sich an Erwachsene die eine Vorbildung mitbringen; konkret lauten die Voraussetzungen:

  • Abgeschlossene Schulausbildung
  • Mindestalter 18 Jahre
  • Aufnahmegespräch
  • Mindestens 1,5 branchenspezifische Jahre Praxiserfahrung (zB. eine Ausbildung zum Make-up Artist mit anschließender Tätigkeit als Abendaushilfe in einem Theater)

Die Inhalte der Ausbildung sind in zwei Module eingeteilt:

MODUL 1

  • Kenntnisse und Anfertigen von Perücken / Haarteilen
  • Verschiedene Klebetechniken für Theater und Film
  • Schneidetechniken, Wellen ondulieren
  • Anfertigen von Arbeitsköpfen / Monturen 
  • Tressieren (doppelt deutsch, einfach deutsch, englisch), Krepp
  • Haar- und Haarersatzarbeiten für Theater- Film- und Fernsehproduktionen
  • Färben / Schneiden / Formen von Perücken / Haarteilen / Bärten etc.
  • Frisurenentwürfe realisieren
  • Haare Rollengerecht gestalten
  • Stilkunde

MODUL 2 

  • Anfertigen von Glatzen / Teilglatzen / behaarte Glatzen
  • Knüpfen / Kleben / Stechen von Film–Bärten
  • Formenbau
  • Das Arbeiten mit unterschiedlichen Materialen wie Hartgips/ Polyester/ Epoxiharz / Silikon  etc.
  • Masken-Konzeption
  • Anfertigen von Prosthetics aus Silikon, Heiß-Schaum / Gelatine etc. in verschiedenen Verfahren – z. B. Flat-Moldmaking
  • SFX / Art-Finish/ Painting
  • Ausstattungskonzeption entwickeln und präsentieren

In der Zeit zwischen Modul 1 und Modul 2 ist ein Praktikum im Ausmaß von mindestens 120 Stunden zu absolvieren. 

Der Lehrgang dauert ca. 1 Jahr und kann mit einer kommissionellen Prüfung (Außerordentliche Lehrabschlussprüfung) abgeschlossen werden, sobald alle erforderlichen Praxis-Zeiten gesammelt wurden.

Gaby Grünwald (VFMÖ) hat die Kursleitung inne und hat ein tolles TrainerInnen-Team zusammen gestellt!

 

Hier gibt es weitere Informationen zum Lehrgang.

Foto (c) WIFI Wien

Regina Breitfellner


#we_do! ist ONLINE

Tolle Neuigkeiten! 

Der Dachverband der Österreichischen Filmschaffenden hat gemeinsam mit den FilmproduzentInnen eine Anlauf- und Beratungsstelle für uns alle eingerichtet. Sie kann vollkommen anonym kontaktiert werden bei:

  • Diskriminierung und Ungleichbehandlung
  • Sexuellen Übergriffen
  • Machtmissbrauch
  • Verletzungen im Arbeitsrecht

Einmal im Jahr werden alle gemeldeten Fälle von branchenfremden Personen anonymisiert ausgewertet und in einem Bericht aufgearbeitet. Gemeinsam mit den Verbänden aller Filmschaffenden wird anhand dieses Berichtes nach lösungsorientierten Vorgehensweisen gesucht, die im Rahmen der DIAGONALE präsentiert werden.

Der Dachverband möchte mit #we_do! ein dauerhaftes Monitoringsystem der Arbeitsbedingungen in der Film- und Fernsehbranche schaffen, das im ursächlichen Interesse aller Filmschaffenden liegt.

Die Verfügbarkeit von Zahlen ermöglicht es, auf Probleme konkret zu reagieren und gleichzeitig überprüfen zu können, ob die Maßnahmen, die ergriffen werden, auch Wirkung zeigen.

 

Jede einzelne Meldung wirkt. BITTE WEITERSAGEN!

 

http://we-do.filmschaffende.at/

Meike Lauggas, Tel: 0680-1182570, Web: www.meikelauggas.at , Mail: we-do@filmschaffende.at

Norbert Pauser, Tel: 0664-2455988, Web: www.diversity-inclusion.at, Mail: we-do@filmschaffende.at